Ausrichtung einer Solaranlage – worauf muss man achten?

Die Kollektoren- oder Modulflächen einer Solaranlage sind optimal ausgerichtet, wenn sie nach Süden zeigen. Weicht die Ausrichtung von der optimalen Variante ab ist trotzdem nur ein geringer Verlust der Erträge zu verzeichnen. Wichtiger für den Ertrag ist letztendlich die Neigung der Solaranlage zur Lichteinstrahlung.

Drei Voraussetzungen sorgen für beste Ergebnisse in solarthermischen und Photovoltaik-Anlagen. Eine wichtige Rolle spielt die Ausrichtung der Anlage, welche zwischen Südost und Südwest liegen sollte. Außerdem ist es vorteilhaft wenn nur wenig Schatten herrscht und eine Dachneigung zwischen 20 und 60 Grad besteht. Jedoch kommt es selbst bei Abweichungen bis zu 50 Grad nach Südwest beziehungsweise Südost bei thermischen Solaranlagen zu wenigen Einbußen des Ertrages. Bei Photovoltaikanlagen führt eine Südwest-/Südostausrichtung lediglich zu Einbußen von fünf Prozent. Auch bei einer Ost- oder Westabweichung wird der Ertrag nur um 20 Prozent im Vergleich zum Optimalwert vermindert. Erhöht man die Kollektor- beziehungsweise die Modulfläche werden Einbußen durch eine nach Süden abweisende Installation ausgeglichen.

Insbesondere die Neigung der Anlage sollte bei der Installation auf dem Haus genau bedacht werden, denn diese spielt für den Gesamtbetrag eine erhebliche Rolle. Thermische Anlagen sollten mit einem Neigungswinkel von 45 Grad und Photovoltaikanlagen in einem Winkel von 30 Grad für ein optimales Jahresmittel angebracht werden.