Dezentrale Wasserbereitung – was ist darunter zu verstehen?

Die dezentrale Warmwasserbereitung ist eine Alternative zur bekannteren zentralen Methode. Das Warmwasser wird bei der dezentralen Variante entweder wohnungsweise oder separat für jede Wasserentnahmestelle zugänglich gemacht. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Temperatur den jeweiligen Bedürfnissen einfach angepasst werden kann. Positiv hervorzuheben ist, dass es kaum zu Verteilungsverlusten kommt. Nachteilig ist bei der dezentralen Warmwasserbereitung, dass alternative Wärmeerzeuger wie zum Beispiel die Solarenergie als Warmwassererzeuger entfallen. Die Möglichkeit zur Kombination gibt es nur bei der zentralen Warmwasserbereitung.

Bei geringen Wassermengen bieten sich bei der Nutzung der dezentralen Wasserbereitung beheizte Kleinspeicher an, welche ein Fassungsvermögen von fünf bis zehn Litern haben. Bei größerem Warmwasserbedarf empfehlen sich elektrische oder gasbeheizte Durchlauferhitzer und Boiler an. Auch elektrisch durch Nachstrom beheizte Speicher bieten sich hierbei an. Diese sollten dann ein Volumen von 80 bis 150 Liter fassen können.

Je größer der Durchlauferhitzer wird, desto immenser wird die Anschlussleistung, welche extra vom Energieversorger genehmigt werden muss. Der Anschluss dieser großen Warmwasserbereiter darf nur durch einen Elektroinstallateur durchgeführt werden. Deutlich geringere Anschlussleistungen haben elektrisch beheizte Speicher, jedoch gehen diese mit höheren Wärmeverlusten einher.

Die dezentrale Warmwasseraufbereitung ist meist nur bei Entnahmestellen, die weit auseinanderliegen sinnvoll oder bei abschnittsweisen Sanierungen von Wohnungen. Die Verwendung von Strom ist energetisch hierbei jedoch die ungünstigste Lösung.