Wasser sparen mit Regenwassertanks

Wasser ist die wertvollste Ressource auf der Erde. Obwohl rund 70 Prozent des Planeten mit Wasser bedeckt sind, herrscht gerade in den afrikanischen Länder massiver Wassermangel. Das meiste des kostbaren Nass wird von den westlichen Industriestaaten verbraucht und dort meist in der Landwirtschaft eingesetzt. Wer seinen Garten umweltbewusst betreiben will, kann auf Regenwassertanks zurückgreifen, die es erlauben, Regenwasser zu sammeln und zu nutzen, ohne die kostbaren Grund- oder Leitungswasserkapazitäten zu verbrauchen.

Wasser sparen mit Regenwassertanks – wie geht das?

Einen Regenwassertank, auch Zisterne oder Regenspeicher genannt, finden Sie in jedem gut sortierten Baumarkt. Vor dem Kauf lohnt sich ein Vergleich, denn nicht alle Regentanks sind gleich gut geeignet für Ihre Bedürfnisse. Zuerst muss über die Kapazität entschieden werden. Von 400 Liter Speichervermögen für den normalen Gartenbedarf bis zu über 100.000 Litern für Industrie- oder Plantagenbetrieb findet sich alles auf dem Markt. Auch nach der Entscheidung über das Volumen steht noch eine Frage an: Regenwassertank ist nicht gleich Regenwassertank. Es gibt über- und unterirdische, liegende, stehende, Wasserentnahme per Hahn und per Pumpe. Je nach Bedürfnissen, Platz und Preisvorstellung des Kunden muss das richtige Modell ausgesucht werden. Lassen Sie sich am besten beraten, damit Fehlkäufe und Enttäuschungen vermieden werden können.

Der Regenwassertank sollte an einer geeigneten Stelle installiert werden. Er sollte möglichst frei stehen, ohne Bäume oder Gebäudeteile darüber. Überirdische, kleine Modelle eignen sich gut als Abschluss eines Dachrinnenabflusses an der Wand eines Gebäudes. Bedenken Sie bei unterirdischen Modellen wie Sie die Fläche über dem Tank nutzen und wo der Pumpenanschluss gebaut werden soll. Ist das Modell und der Ort gefunden, muss der Regenwassertank nach Anleitung installiert und eventuell angeschlossen werden. Gerade für das Eingraben einer unterirdischen Zisterne sollten sie viel Zeit einplanen, das Aufstellen eines überirdischen Tanks dagegen nimmt kaum Zeit in Anspruch. Eventuell sollten Sie Hilfe zu Rate ziehen.

Wie viel Wasser kann man sparen?

Wie viel Wasser ein Regentank spart, hängt stark von dem Modell und der Region ab. In einer regenarmen Region kann natürlich kaum Wasser gespart werden, dagegen kommt in einer niederschlagsreicheren Region schon viel Wasser zusammen. Außerdem passt natürlich in die kleineren Tanks weniger Wasser. Regnet es mehr, kann der Tank eventuell sogar überlaufen und letztendlich dem eigentlichen Ziel entgegenwirken. Deshalb ist es wichtig, sich für genau die richtige Größe Tank zu entscheiden. Die Deutschen verbrauchen im Schnitt 130 Liter Wasser pro Tag und Person – das meiste davon wird für Toilettenspülung, Waschmaschine und Gartenbetrieb genutzt. Mit einem Regenwassertank lassen sich 50 Prozent des Verbrauches senken.

Wofür kann man das Wasser nutzen?

Natürlich lässt sich Wasser aus Regenwassertanks zu allererst gut für die Gartenarbeit benutzen, denn es enthält Nährstoffe und Mineralien und ist genauso gesund für die Pflanzen wie echter Regen. Die gebrauchte Menge Wasser kann über einen direkten Abfluss besser abgemessen werden als mit einer Pumpe. Filtert man das Wasser (manuell oder in manchen Tanks schon eingebaut), kann man es getrost für die Toilettenspülung, die Waschmaschine oder als Befüllung für den Pool nutzen. Zwar können moderne Aufbereitungsanlagen das Wasser bis auf Trinkbarkeit reinigen, es wird jedoch wegen einem Restrisiko davon abgeraten, das Wasser aus den Regentanks als Trink-, Koch- oder Duschwasser zu nutzen.