Sind Gabriels Ökostrompläne realisierbar

Unser neuer Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Gabriel stößt mit seinen Ökostromplänen auf massive Kritik, nicht einmal von der Wirtschaft, sondern die Länder reagieren verschnupft über seine Pläne. Ein Punkt seiner neuen Pläne ist die Kürzung der Förderung der Windkraftanlagen. Das betrifft sowohl die Windkraftanlagen an Land wie im Wasser. An Land sollen nur noch Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 2500 Megawatt pro Jahr neu ans Netz gehen, wenn es mehr werden soll die Förderung automatisch gekürzt werden. Das wären 1000 Windräder im Jahr. Im Wasser möchte er die Förderung sogar sofort kürzen um genau 20 %. Ziel dieser Änderungen sollen stabile Strompreise sein.

Die Länder sind dagegen

Teilweise kommt massive Kritik aus den Ländern. Sie fürchten um die eigenen Pläne für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Sie fürchten außerdem wirtschaftliche Nachteile und zweifeln an, dass man durch Gabriels Pläne den Strompreis stabilisieren kann. So kommt aus NRW die Aussage von dem Umweltminister Johannes Remmel, dass es wohl vereinzelt eine Überforderung erneuerbarer Energie geben möge, sein Land jedoch nicht weniger, sondern mehr Ökostrom aus der Windenergie brauche. Baden-Württemberg möchte bis 2020 seine Windräder auf 1200 Stück verdreifachen. Brandenburg ist generell nicht abgeneigt, nur über die Rolle konventioneller Kraftwerke müsse noch gesprochen werden. Niedersachsen möchte die Offshore Windenergie stärker berücksichtigt wissen und möchte nicht, das der Eindruck entsteht, dass Offshore Anlagen die Preistreiber der Energiewende sind.

Die Wirtschaft stimmt den Plänen zu

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks stimmt den Plänen vom Vizekanzler zu. So versicherte der Präsident Hans Peter Wollseifer in der Neuen Osnabrücker Zeitung seine Unterstützung bei den meisten Eckpunkten. Auch die Deutsche Industrie- und Handelskammer unter dem Vorsitz von Eric Schweitzer bemerkte in der Passauer Neuen Presse, dass die vorgelegten Eckpunkte zumindest ein Anfang seien für eine überfällige Kurskorrektur bei der Energiewende. Er erwartet aber keine sinkenden Strompreise.

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