Österreich kann von deutscher Energiewende profitieren

Der auf Wasserkraft spezialisierte Stromerzeuger, der österreichische Versorger Verbund, gab bekannt, dass er von der Energiewende in Deutschland profitiere. Obwohl die Wasserführung schwach war, konnte der Erzeuger das operative Ergebnis von 625,8 Millionen Euro auf ganze 847,6 Millionen Euro steigern. Das entspricht ganzen 35,5 Prozent. Gleichzeitig bedeutet das eine EBIT-Marge von 30,2 Prozent.

Im vorherigen Jahr waren es nur 26 Prozent. Grund dafür seien vor allem die Werteberichtigungen von den Kraftwerken an der Donau, Mittlere Salzach und Obere Drau. Durch die Deregulierung der europäischen Stromwirtschaft 1998 sind die Kraftwerke um 481 Millionen Euro abgewertet worden. Durch den deutschen Atomausstieg konnten sie wieder um 313 Millionen Euro aufgewertet werden.

Verbesserung auch ohne Aufwertung

Das Ergebnis sei allerdings nicht nur der Aufwertung zuzuschreiben. Der Verbund spricht von einem operativen Ergebnis um die Milliarden, die nur zu 200 Millionen Euro aus der Aufwertung entstanden seien Für das nächste Jahr wurden noch keine Hochschätzungen gemacht. Aber österreichische Konzerne bauen nicht nur auf die deutsche Energiewende. Der Technologiekonzern Andritz hat einen Auftrag aus Portugal erhalten. Dort soll er ein Pumpspeicherkraftwerk ausrüsten. Enthalten in dem Auftrag ist sowohl die Lieferung als auch die Montage von zwei reversiblen Pumpturbinen, die jeweils 120 MW leisten können.

EDP als Auftraggeber

das portugiesische Unternehmen EDP ist nicht nur der Auftraggeber von Andritz, sondern auch führendes Unternehmen, wenn es darum geht, Energie, die aus Wind- und Wasserkraft gewonnen wird, zu fördern. Mit dem neuen Auftrag und dem Bau eines neuen Pumpspeicherkraftwerks soll genau diese Entwicklung weiter vorangetrieben werden. Andritz kann sich derweil darüber freuen, Motorengeneratoren, Regler, Leittechnik, Zylinderschieber und die Stahlwasserbauausrüstung herzustellen. Zudem ist im Auftrag auch ein umfassendes Paket an Hilfsausrüstung enthalten. Damit festigt Österreich seinen Standpunkt in der Wasserkraft- Branche erheblich.

Foto: © Sommaruga Fabio  / pixelio.de