Energie sparen im Haushalt geht das überhaupt?

Energie einsparen ist eine feine Sache. Zum einen spart man eine Menge Geld und zum anderen kann so etwas für die Umwelt getan werden. Nur Energie einzusparen gerade im Haushalt ist nicht immer so ganz einfach. Man kann sich ja nicht eben so einen neuen Kühlschrank kaufen oder eine neue Waschmaschine anschaffen. Es gibt aber auch Möglichkeiten, Energie im Haushalt einzusparen, ohne hohe Investitionen und solche die sich gleich amortisieren.

 

Stromfresser im Haushalt sofort austauschen

Wenn Haushaltsgeräte wie Kühl- oder Gefrierschränke alter als zehn Jahre sind, bleibt einem wohl nichts anderes übrig, als diese auszutauschen. Allerdings sollte dann das neue Gerät die Effizienzklasse A++ oder A+++ aufweisen. So verbrauchen die neuen Geräte im Vergleich zu den alten Geräten nicht einmal halb so viel Strom. Leider ist die Zeit der Amortisation von acht bis zehn Jahre sehr hoch. Andere Haushaltsgeräte, wie Trockner, Waschmaschine oder Spülmaschine bringen als Neugeräte überhaupt keinen Vorteil gegenüber den Altgeräten, wenn es um die CO2 Bilanz geht.

Preis: mehrere Hundert Euro, je nach Gerät
Zeit der Amortisation: nach etwa acht bis zehn Jahren
CO2 Einsparung: 100 Kilogramm pro Jahr

Mit Strom oder Gas kochen

Wenn man nur auf die Energieeffizienz achtet, geht das Votum klar zum Gasherd. Denn ein Gasherd verbraucht nur etwa die Hälfte an Primärenergie als ein Elektroherd. Das Gas erzeugt direkt die Wärme, wogegen der Strom erst unter hohem Aufwand aus anderen Energieträgern gewonnen werden muss.

Preis: mehrere Hundert Euro, je nach Gerät
Zeit der Amortisation: wenige Jahre
CO2 Einsparung: 100 Kilogramm pro Jahr

Die Hygiene und das kalte Waschen

Mit einem milden Colorwaschmittel, bei 30 Grad waschen, ist eigentlich in deutschen Haushalten fast schon zum Standard geworden. Nun warnen Hygieneexperten vor Staphylokokken, die bei so niedrigen Temperaturen überleben. Sie verursachen Infektionen der Haut oder der Atemwege. Diese Bakterien werden erst bei 40 Grad und einem bleichmittelhaltigem Vollwaschmittel abgetötet. Nur in einem normalen Haushalt kursieren nicht ständig gefährliche Keime, das wäre nur der Fall, wenn Pflegebedürftige Personen im Haushalt leben oder jemand an einer Infektion leidet. Um sich vor diesen Bakterien zu schützen, langt es aber durchaus, ein- oder zweimal im Monat bei 60 Grad und mit einem bleichmittelhaltigem Waschmittel zu waschen. Das verhindert auch Keime und Bakterien, die sich in der Waschmaschine festsetzen.

Preis: kostenlos
Zeit der Amortisation: sofort, bei jedem Waschgang
CO2 Einsparung: 50 Kilogramm pro Jahr, wenn mit 30 statt mit 40 Grad gewaschen wird.
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