Mehr Strom durch richtige Akkupflege

Handys, MP3 Player Spielzeuge und viele andere Geräte mehr benötigen Strom. Manch einer kauft sich dafür regelmäßig neue Batterien manch anderer lebt etwas umweltfreundlicher und benutzt Akkus.
Viele scheuen sich vor den höheren Anschaffungskosten, denn ein Akku kostest doppelt bis 5 mal soviel wie eine Batterie und dazu benötigt auch noch ein Ladegerät. Aber unterm Stich gesehen spart man natürlich.

Aber man kann noch mehr sparen und zwar indem man seine Akkus richtig behandelt. Keine Angst das ist nicht schwer und ganz einfach man muss nur ein paar Kleinigkeiten beachten um möglichst viel aus seinen Akkus rauszuholen.
Die heutigen Akkus sind extrem tolerant gegenüber Fehlern, Memory Effekt und andere Krankheiten der Vorgänger kennen sie nicht mehr, nur eines mögen sie nicht die Tiefenentladung ! Aber auch dagegen sind sie geschützt. Viele Akkus haben einen eigenen Schutz eingebaut, und die heutigen Geräte lassen eine solche Entladung auf wirkliche 0 % auch nicht mehr zu.
Das heißt wenn das Handy ausgeht weil der Akku leer ist, ist dieser nicht wirklich leer, trotzdem sollte man hier nicht versuchen das Handy neu zu starten denn das könnte dem Akku schaden.

Recht beliebt sind auch mobile Akkupacks sogenannte Powerbanks. Denn gerade unsere heutigen Handys sind so Energiehungrig das der Akku je nach Nutzung nicht über den Tag reicht. Hier schafft eine Powerbank Abhilfe, das ist ein oder mehrere Akkus die mit etwas Elektronik sicher verpackt sind. So ein Akkupack wird dann aufgeladen und gibt den Strom meist über USB wieder an andere Geräte ab. Auch hier ist die richtige Pflege wichtig für eine lange Haltbarkeit.

Ein Fehler den viele bei ihren Akkus machen ist das falsche Aufladen.
Mal ehrlich wer alles klemmt sein Handy jeden Abend an das Ladekabel und entfernt es morgens beim Aufstehen ?
Das ist nicht wirklich optimal, denn schauen wir mal was da passiert.
Das Handy lädt den Akku ganz normal auf, und der Ladevorgang wird beim erreichen der 100% auch abgebrochen. Soweit auch alles kein Problem. Nun verbraucht das Handy aber auch in der Nacht Strom und da beginnt der Teufelskreis.
Denn sowie der Akku auf 99% fällt beginnt sofort wieder der Ladevorgang – bis 100% dann schaltet es wieder ab und so weiter…
So kann man auch Ladezyklen verbrauchen 😉

Ladezyklen? was ist das?
Das ist grob gesagt die Haltbarkeit eines Akkus. Im durchschnitt haben die heutigen Akkus zwischen 500 – 1000 Ladezyklen. Das bedeutet jetzt nicht das jeder Ladevorgang gleich einem Ladezyklus ist, sondern ein Ladezyklus ist das Laden des Akkus um 90 – 100%.
Das heißt wenn der Akku noch halb voll ist und ich ihn auflade, habe ich keinen ganzen Ladezyklus verbraucht sondern nur einen halben.

Manch einer geht auch gern auf Nummer sicher und holt sich lieber einen Akku mehr um eine Reserve zu haben falls einer mal Kaput geht. Da spricht auch nicht wirklich etwas gegen, aber hier sollte man den Akku auch richtig lagern!
Der Kühlschrank ist hier ein guter Ort, also eine Temperatur von knapp über 0 Grad.
Auch sollte man sicherstellen das der Akku nicht leer ist. Vor dem Einlagern die Akkus am besten auf ca 75% laden und bei längeren lagern auch gerne mal den Akkustand nachprüfen. Denn ein Akku ist kein Dauerspeicher sondern er verliert auch ohne Nutzung einen Teil der Kapazität.

Wichtigster Punkt neben den genannten ist aber ein Akku will benutzt werden, nur dann kann er optimale Leistung liefern.
Ist ein Akku leer sollte man ihn wieder aufladen, optimale Betriebstemperatur liegt übrigens bei 15 – 30 Grad, darunter sinkt die Kapazität, bei Temperaturen über 40 Grad kann der Akku Schaden nehmen. Es ist jedoch kein Problem einen Akku im Sommer zu benutzen, jedoch bitte nicht in der prallen Sonne liegen lassen.

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