Energiesparen im Haushalt – Kein Hexenwerk – Teil 1

Ja klar, etwas für die Umwelt tun möchte wohl jeder und etwas für sein Geldbeutel zu tun wäre ja auch nicht schlecht. Immer wieder ist die Rede vom Energiesparen im Haushalt, aber wie man das richtig und effizient machen kann, wird meist nicht gesagt. Eins sollte man immer bedenken, bei der Nutzung fossiler Energieträger wie Erdgas, Kohle oder Erdöl werden Treibhausgase freigesetzt. Private Haushalte verbrauchen zwar nur ein Drittel des gesamten Stroms weltweit, aber der Rest verpufft als Wärme. Continue reading

Strompreis höher als erlaubt

Es vergeht kaum ein Tag wo keine Hiobsbotschaften über den Strompreis kursieren. Jedes Jahr wird der Strom teurer. Der eine gibt den Erneuerbaren Energien die Schuld, ein anderer den Braunkohlekraftwerken, andere den abgeschalteten Atomkraftwerken. Der neue Vizekanzler kündigt Änderungen an den Förderungen an um den Strompreis stabil zu halten.

All das ändert aber nichts an der Tatsache, dass unser Strompreis fast 50 Prozent über EU Durchschnitt liegt. Aktuell liegt der Strompreis 48,4 Prozent über dem EU Durchschnitt, wobei die Tendenz steigend ist. Nachzulesen bei dem vierteljährlich aktualisierten Energiewendeindex der Unternehmensberatung McKinsey.

Zielsetzung der Regierung weit verfehlt

Laut einer Zielsetzung der Bundesregierung dürften private Haushalte nicht mehr als 25,5 Prozent über dem EU Durchschnitt liegen und da der Anstieg seit fünf Jahren nicht zu stoppen scheint, rückt der Plan der Regierung in immer weiterer Ferne. Aber es gibt auch von Experten Ansatzpunkte, dies zu ändern. So wäre nicht nur die Klimapolitik Schuld an der Misere, sondern auch durch die Sozialpolitik ließe sich einiges verbessern, so die Meinung der Energiepolitikexpertin Sonja Peterson, Wissenschaftliche Geschäftsführerin am Institut für Weltwirtschaft. Ihr Ansatz liegt in der Erhöhung der Grundversorgung und bei der Unterstützung von Energiesparen. Außerdem sollte die Befreiung von der EEG Umlage reduziert werden.

Deutsche Wirtschaft bald nicht mehr Wettbewerbsfähig

Etwa 2700 deutsche Unternehmen profitieren derzeit von der Befreiung der EEG Umlage. Der Rest unserer Industrie zahlt derzeit 19 Prozent mehr für den Strom als die Konkurrenten im EU Ausland. Klar, das damit auch der Wettbewerbsnachteil unserer Wirtschaft gewachsen ist. Das könnte zur Folge haben, das Arbeitsplätze in Gefahr geraten oder aber weniger in Bereiche investiert wird , die einen hohen Energieverbrauch erreichen. Die EU leitete Mitte Dezember 2013 ein EU Beihilfeverfahren gegen Deutschland ein. Gegenstand dieses Verfahrens ist die Befreiung von der EEG Umlage der Strom intensiven Unternehmen. Da kommen die Pläne unseres Vizekanzlers Sigmar Gabriel, er möchte unter Anderem die Befreiungen für Großverbraucher kürzen, doch eigentlich gelegen.

Foto: © lichtkunst.73  / pixelio.de

Tesla – absolut keine Emissionen dank Lithium-Ionen-Zellen-Technologie

Wäre es nach Nikola Tesla gegangen, wären Elektroautos schon im 19. beziehungsweise zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebaut worden. Denn zu diesem Zeitpunkt entwickelte er einen Entwurf eines Elektromotors als dreiphasige Asynchronmaschine. Leider wurden zu diesem Zeitpunkt auch die fossilen Brennstoffe entdeckt

und gleichzeitig auch festgestellt, dass diese wesentlich einfacher und günstiger waren, denn die Reichweite war wesentlich höher bei einem Verbrennungsmotor als bei einem Elektromotor.

Tesla AkkuTesla übernimmt die Ideen

Tesla Motors aus Silicon Valley übernahm die Ideen von Nikola Tesla und bauten den ersten Roadster, der komplett durch Batterien betrieben wurde. Zwar erst einmal nur eine begrenzte Menge und auch nicht gerade zu Preisen, die sich jeder leisten kann, aber was nicht ist kann ja noch werden und eigentlich haben sich Tesla Motors genau dieses Thema auf die Fahne geschrieben, ein Elektroauto zu bauen, dass sich jeder leisten kann.

Das Besondere der Batterien bei Tesla

Das Batteriepaket besteht aus Lithium-Ionen-Zellen und kommt auf ein Gewicht von 408 Kilogramm. Es speichert 56 kWh an elektrischer Energie, liefert an die 215 kW Leistung. Das Besondere an den Akkusätzen von Tesla ist die hohe beziehungsweise die höchste Energiedichte, die in der Industrie gebräuchlich ist. Dazu werden Tausende von Lithium-Ionen-Zellen zusammen gesetzt und Flüssigkeitsgekühlt in ein robustes Metallgehäuse verbaut. Es gilt, je höher die Energiedichte ist, desto höher wird die Leistungsfähigkeit. Diese Akkus besitzen keinen Memory Effekt und brauchen somit vor dem Aufladen nicht vollständig entladen werden. Die Akkus aus Lithium-Ionen-Zellen wiegen auch um die Hälfte weniger als übliche Akkus in Elektroautos. Die Tesla Akkus besitzen den modifizierten Formfaktor 18650. Das entspricht einem Durchmesser von 18 Millimetern und einer Länge von 65 Zentimetern. Dieser Formfaktor ist in der Unterhaltungselektronik üblich und so werden mehrere Milliarden Zellen diesen Typs jährlich produziert. Das ganze System wird gekühlt und dieses System mit Sensoren überwacht für optimale Sicherheit. Tesla unterstützt als aktives Mitglied die SAE 2464 und die SAE 2929.

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Umweltwärme Heizung – Wärme aus der Umgebung

Immer mehr Menschen interessieren sich für umweltfreundliche Heizsysteme, die sie gleichzeitig unabhängig von den Konzernen machen. Neben der Holzpellet-Heizung sind die Umweltwärme-Heizungen eine beliebte und verbreitete Möglichkeit, Wärme aus regenerativer Energie zu gewinnen. Hier ist allerdings der bautechnische Aufwand größer, da die Energie mit der Hilfe von Kollektoren im Grundwasser, Erdreich oder in der Umgebungsluft gewonnen wird.

Sie sammeln die abgegebene Wärme und geben sie an den Warmwasser- oder/und Heizkreislauf ab. Die Fläche, die für diese Heizart benötigt wird, ist von den Kollektoren abhängig. Die Anlage an sich nimmt allerdings ebenso viel beziehungsweise wenig Platz ein, wie eine herkömmliche Gasheizung.

Planung einer Umweltwärme Heizung

Möchte man mit der Umweltwärme heizen, muss man sich zunächst für eine Kollektorenart entscheiden. Dabei ist natürlich der zur Verfügung stehende Platz ein wichtiges Kriterium. Außerdem benötigt man für den Bau von Kollektoren, die im Grundwasser oder im Erdreich liegen, eine besondere Genehmigung. Da sich die Kosten auf rund 8500 bis 10 000 Euro für die Anlage und 200 bis 5 500 Euro für die Erschließung belaufen, fördern verschiedene Kreditanstalten den Bau mit zinsverbilligten Darlehen. So sollen BürgerInnen dazu motiviert werden, mehr auf regenerative Energien zu bauen und somit den Umweltschutz zu unterstützen.

Senkung der Energiekosten durch Umweltwärme Heizungen

Nimmt man eine solche Heizung in Betrieb und stammt der Strom, der dafür benötigt wird, ebenfalls aus regenerativer Energie, kommt es zu keinerlei CO2-Emissionen. Gleichzeitig kann die Nutzung einer solchen Heizung die Kosten für die Energie um rund 50 bis 60 Prozent senken. Zu bedenken ist außerdem, dass keine Brennstoffe benötigt werden und somit neben der Wartung von rund 50 Euro pro Jahr keine weiteren Kosten anfallen. Die Installation einer Umweltwärme-Heizung rechnet sich also über Jahre hinweg und sollte deswegen im besten Fall direkt bei einem Neubau eingeplant werden, um Kosten zu sparen.

Foto: © Tim Reckmann  / pixelio.de

Energiesparen durch Neubau

Wer den Bau eines Hauses vor sich hat, hat die einzigartige Gelegenheit, durch die Ausstattung des Hauses Energie zu sparen. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Möglichkeiten, einen Neubau so auszurichten, dass er weniger Energie verbraucht, als herkömmliche Häuser. Vor allem Familien, die einen Neubau planen, kann dies zu Gute kommen. Continue reading

Österreich kann von deutscher Energiewende profitieren

Der auf Wasserkraft spezialisierte Stromerzeuger, der österreichische Versorger Verbund, gab bekannt, dass er von der Energiewende in Deutschland profitiere. Obwohl die Wasserführung schwach war, konnte der Erzeuger das operative Ergebnis von 625,8 Millionen Euro auf ganze 847,6 Millionen Euro steigern. Das entspricht ganzen 35,5 Prozent. Gleichzeitig bedeutet das eine EBIT-Marge von 30,2 Prozent.

Im vorherigen Jahr waren es nur 26 Prozent. Grund dafür seien vor allem die Werteberichtigungen von den Kraftwerken an der Donau, Mittlere Salzach und Obere Drau. Durch die Deregulierung der europäischen Stromwirtschaft 1998 sind die Kraftwerke um 481 Millionen Euro abgewertet worden. Durch den deutschen Atomausstieg konnten sie wieder um 313 Millionen Euro aufgewertet werden.

Verbesserung auch ohne Aufwertung

Das Ergebnis sei allerdings nicht nur der Aufwertung zuzuschreiben. Der Verbund spricht von einem operativen Ergebnis um die Milliarden, die nur zu 200 Millionen Euro aus der Aufwertung entstanden seien Für das nächste Jahr wurden noch keine Hochschätzungen gemacht. Aber österreichische Konzerne bauen nicht nur auf die deutsche Energiewende. Der Technologiekonzern Andritz hat einen Auftrag aus Portugal erhalten. Dort soll er ein Pumpspeicherkraftwerk ausrüsten. Enthalten in dem Auftrag ist sowohl die Lieferung als auch die Montage von zwei reversiblen Pumpturbinen, die jeweils 120 MW leisten können.

EDP als Auftraggeber

das portugiesische Unternehmen EDP ist nicht nur der Auftraggeber von Andritz, sondern auch führendes Unternehmen, wenn es darum geht, Energie, die aus Wind- und Wasserkraft gewonnen wird, zu fördern. Mit dem neuen Auftrag und dem Bau eines neuen Pumpspeicherkraftwerks soll genau diese Entwicklung weiter vorangetrieben werden. Andritz kann sich derweil darüber freuen, Motorengeneratoren, Regler, Leittechnik, Zylinderschieber und die Stahlwasserbauausrüstung herzustellen. Zudem ist im Auftrag auch ein umfassendes Paket an Hilfsausrüstung enthalten. Damit festigt Österreich seinen Standpunkt in der Wasserkraft- Branche erheblich.

Foto: © Sommaruga Fabio  / pixelio.de

Wie umweltschonend ist ein Elektroauto wirklich

Geht man nach dem Versprechen der Autoindustrie, ist ein Elektroauto das ökologischste Fortbewegungsmittel nach dem Fahrrad. Es fallen so Schlagworte wie Lokal emissionsfrei, Umweltbewusst und Nachhaltig.Von dem Energieaufwand, der benötigt wird, um überhaupt ein Elektroauto herzustellen, sagt niemand etwas. Es stellt sich die Frage ob die Verhältnismäßigkeit da überhaupt gegeben ist. Die grünen Werte werden meist von den Marketingabteilungen der Autoindustrie nicht sonderlich groß geschrieben und gehen einer Diskussion lieber aus dem Weg.

Auch diese Frage wurde von der Wissenschaft untersucht

 

Dabei wurden einzelne Aspekte gegenübergestellt und verglichen, sodass es dann zu einem Gesamtbild kommt. Ein Aspekt, die lokale Emissionsfreiheit, wurde zum Beispiel untersucht. Dass Elektroautos keinen Auspuff haben ist klar und somit stoßen sie keine gesundheitsschädlichen Abgase aus. Dem gegenüber steht der Verbrennungsmotor. Gerade an stark befahrenen Straßen in der Stadt sind die stechend riechenden Stickoxide nicht wegzudiskutieren. Ein wichtiger Punkt bei der Beurteilung welche Fortbewegungsform die sinnvollste für die Umwelt ist, steht die Frage der Nachhaltigkeit.

 

Strom kommt aus der Steckdose, muss aber erst erzeugt werden

Wie umweltschonend ist ein Elektroauto wirklichElektromotoren geben kein Kohlendioxid an die Umwelt ab. Dabei stehen CO2 Emissionen in Verdacht, den Klimawandel zu beschleunigen. Strom für die Elektroautos muss erzeugt werden. Dabei entsteht 601 Gramm CO2 pro Kilowattstunde. Das bedeutet für 100.000 Elektroautos ein CO2 Wert von 106 Gramm pro Kilometer. Dagegen steht bei einem neuwertigen Verbrennungsmotor bei einem durchschnittlichen Benzinverbrauch von 7,15 Liter Benzin ein CO2 Wert von 169 Gramm pro Kilometer. Dazu muss dann noch die Produktionskette des Kraftstoffs gerechnet werden. Diese sogenannte Well to Wheel Betrachtung würde bei dem besagten Benziner den CO2 Ausstoß auf 203 Gramm pro Kilometer erhöhen.

Ein großer Nachteil und größter negativ Punkt bei der Beurteilung des Elektroautos ist der hohe Energieeinsatz für die Batterieherstellung. Da hier Werkstoffe flüssig auf eine Folie aufgebracht und dann getrocknet werden müssen, ist die Energie, die hier benötigt wird, dementsprechend hoch. Das Fazit der Wissenschaftler fällt eher unentschieden aus, wobei das Pendel für die Umweltvorteile leicht zum Elektroauto schlägt.

Foto: Kurt F. Domnik / pixelio.de

Sind Gabriels Ökostrompläne realisierbar

Unser neuer Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Gabriel stößt mit seinen Ökostromplänen auf massive Kritik, nicht einmal von der Wirtschaft, sondern die Länder reagieren verschnupft über seine Pläne. Ein Punkt seiner neuen Pläne ist die Kürzung der Förderung der Windkraftanlagen. Das betrifft sowohl die Windkraftanlagen an Land wie im Wasser. An Land sollen nur noch Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 2500 Megawatt pro Jahr neu ans Netz gehen, wenn es mehr werden soll die Förderung automatisch gekürzt werden. Das wären 1000 Windräder im Jahr. Im Wasser möchte er die Förderung sogar sofort kürzen um genau 20 %. Ziel dieser Änderungen sollen stabile Strompreise sein.

Die Länder sind dagegen

Teilweise kommt massive Kritik aus den Ländern. Sie fürchten um die eigenen Pläne für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Sie fürchten außerdem wirtschaftliche Nachteile und zweifeln an, dass man durch Gabriels Pläne den Strompreis stabilisieren kann. So kommt aus NRW die Aussage von dem Umweltminister Johannes Remmel, dass es wohl vereinzelt eine Überforderung erneuerbarer Energie geben möge, sein Land jedoch nicht weniger, sondern mehr Ökostrom aus der Windenergie brauche. Baden-Württemberg möchte bis 2020 seine Windräder auf 1200 Stück verdreifachen. Brandenburg ist generell nicht abgeneigt, nur über die Rolle konventioneller Kraftwerke müsse noch gesprochen werden. Niedersachsen möchte die Offshore Windenergie stärker berücksichtigt wissen und möchte nicht, das der Eindruck entsteht, dass Offshore Anlagen die Preistreiber der Energiewende sind.

Die Wirtschaft stimmt den Plänen zu

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks stimmt den Plänen vom Vizekanzler zu. So versicherte der Präsident Hans Peter Wollseifer in der Neuen Osnabrücker Zeitung seine Unterstützung bei den meisten Eckpunkten. Auch die Deutsche Industrie- und Handelskammer unter dem Vorsitz von Eric Schweitzer bemerkte in der Passauer Neuen Presse, dass die vorgelegten Eckpunkte zumindest ein Anfang seien für eine überfällige Kurskorrektur bei der Energiewende. Er erwartet aber keine sinkenden Strompreise.

Foto: Uwe Schlick  / pixelio.de

Immer mehr Braunkohlekraftwerke

Trotz Klimakonferenz, erneuerbaren Energien und dessen Förderung, steigt die Stromproduktion durch Braunkohlekraftwerke bis auf Höchstniveauwerte von 1990. Laut einer Studie wurde im Jahr 2013 ein Wert von 162 Milliarden Kilowattstunden Strom durch Braunkohlekraftwerke Continue reading