Dekade der nachhaltigen Energie für Alle

Die jüngste UN Vollversammlung ist noch in aller Munde und hier wurde einstimmig, also von allen 193 UN Mitgliedstaaten das Jahrzehnt von 2014 – 2024 als Dekade der nachhaltigen Energie für Alle ausgerufen. Sinn und Zweck dieser Aktion soll sein, die Notwendigkeit des verlässlichen und bezahlbaren Zugangs zu Energiequellen für alle Menschen zu verdeutlichen und anzustreben. Dabei soll aber nicht außer acht gelassen werden, das die Energieerzeugung nachhaltig und umweltschonend vollzogen wird. Das an diesem Thema ein weltweites Interesse besteht zeigt die Tatsache, dass der Beschluss einstimmig vollzogen wurde.

Unterstützung aus allen Bereichen und klar definierte Ziele

Unterstützung findet diese Aktion von der Initiative Sustainable Energy for All der Vereinten Nationen. Dies ist ein Zusammenschluss der unterschiedlichsten Interessenvertreter aus Politik, Wirtschaft und Privathaushalt. Diese Initiative wurde 2011 vom UN Generalsekretär ins Leben gerufen. Die hauptsächlichen Ziele, die bis 2030 umgesetzt werden sollen, sind in drei Hauptpunkten zusammen gefasst.

  1.  Der Anteil an erneuerbaren Energien soll im globalen Energiemix verdoppelt werden
  2. Weltweit sollen alle Menschen Zugang zu Strom und modernen Energieformen erlangen
  3. Die Energieeffizienz soll weltweit verdoppelt werden.

Wenn diese Ziele erreicht werden, bedeutet das weltweit, dass der Klimawandel langfristig aufrechterhalten wird.

Noch zu viele Menschen ohne Energie

Die weltweite Bevölkerung beläuft sich auch zur Zeit auf rund acht Milliarden Menschen. Wie Studien belegen müssen 1,3 Milliarden Menschen ohne Elektrizität auskommen. 2,6 Milliarden Menschen greifen ausschließlich auf Energie zurück, die aus traditioneller Biomasse gewonnen wird. Eine große Anzahl an Menschen auf der Welt haben gar keinen Zugriff auf Energie, weil sie sich diese nicht leisten kann. Gerade in den Entwicklungsländern kann nur derjenige Energie nutzen, der auch das passende Kleingeld dazu hat. Wer also arm ist, dem steht auch keine Energie zur Verfügung. Die Dekade der nachhaltigen Energie für Alle soll auf die Missstände aufmerksam machen und dazu beitragen, Energie für jedermann zugänglich zu machen.

Foto: Uta Herbert  / pixelio.de

Öl vs. Gas – welche Art zu Heizen ist besser?

Prinzipiell nehmen sich beide Arten zu Heizen nichts mehr. Durch ein Überangebot von Gasanbietern und freie Wahl zwischen diesen hat sich der Heizölpreis seit 2007 deutlich ungünstiger im Vergleich zum Erdgas entwickelt. Am teuersten heizt man heutzutage mit Öl. Jährlich stiegen die Preise und das Öl dankt ab im Kampf gegen verbesserte Wärmedämmung und Holzpellets. Letztere versorgen sogar ein ungedämmtes Haus günstig und suffizient.

In einem Heizkostenvergleich von RWE für ein im Jahr 2012 komplett saniertes Einfamilienhaus schnitt wiederum die Gas-Brennwertheizung am günstigsten ab.
Insgesamt liegen derzeit die Preise für Öl am höchsten, dicht gefolgt vom Erdgas, während die Holzpellets einen seit einigen Jahren konstanten Preis bieten.

Das tatsächlich größte Ersparnis bringt die Verbesserung der Wärmedämmung. Laut Stiftung Warentest ist hierbei ein Ersparnis von bis zu 40 Prozent möglich. Die Wärmedämmung schlägt selbstverständlich erst einmal zu Buche, jedoch rentieren sich Kosten bei den prognostisch steigenden Energiepreisen. Durch eine gute Wärmedämmung sinkt der Wärmeverlust und die Vor- und Rücklauftemperaturen der Heizung können reduziert werden. Damit erreicht man eine Steigerung des Wirkungsgrads der Heizung. Ein weiterer Nebeneffekt ist die Verminderung der Schimmelgefahr.
Schlussendlich ist es egal ob Öl oder Gas, die Wärmedämmung ist das Zünglein an der Waage. Je geringer der Energieverbrauch ist, desto weniger Bedeutung erlangt der Energiepreis.

Wem es tatsächlich um saubere Energie geht, dem ist ein Gas-Brennwertkessel an das Herz zu legen. Im Vergleich zum Pelletkessel emittiert er weniger Feinstaub, Kohlenstoffmonoxid und Stickoxide. Wärmepumpen sind noch relativ teuer und verbrauchen zusätzlichen Strom. Dieser muss wiederum unter Umweltbelastung in diversen Kraftwerken erst erzeugt werden. Holzfeuerungen haben die beste Umweltbilanz, da sie das CO2 emittieren, welches sie vorher der Atmosphäre entzogen. Eine Umweltgutschrift erhält man mit einem Mikro-Heizkraftwerk.

Leider lässt sich keine eindeutige Aussage treffen. Der Verbraucher macht mit keiner Variante etwas falsch. Bei der Auswahl hat er die Qual der Wahl. Einzig die Wärmedämmung ist wirklich zu empfehlen.

Welche Funktion haben Speicherkraftwerke

Wie der Name schon sagt ist dieses Kraftwerk in der Lage etwas zu speichern und in diesem Fall ist es Wasser. Dieses kann bei Bedarf zur Energieerzeugung genutzt werden. Die entstandene Energie kann sowohl die Grundlast als auch die Spitzenlast abdecken.

Normalerweise ist das Stromnetz nicht in der Lage elektrische Energie zu speichern. Wenn es also zum Ungleichgewicht zwischen Verbrauch und Energieerzeugung kommt, kann es schlimmstenfalls zu Netzstörungen oder zum kompletten Netzzusammenbruch kommen.

Speicherkraftwerke können kurzzeitige hohe Verbrauchsspitzen abpuffern und schnell die gewünschte Leistung bereitstellen. Ein Sonderfall ist das Pumpspeicherkraftwerk. Dieses ist zusätzlich in der Lage in verbrauchsarmen Zeiten Wasser aktiv in den Speicher zu pumpen. Reine Speicherkraftwerke sind angewiesen auf den natürlichen Fluss des Wassers und dessen Aufstauung.

Diese Kraftwerke machen sich Berggefälle und die Kapazität von Talsperren und Seen zu nutze. Bei der Kombination mit Talsperren befinden sich Turbinen in der Staumauer. Über Druckrohrleitungen wird das Bergspeicherkraftwerk mit seinem in Höhe befindlichen See mit einer abwärts liegenden Kraftwerksanlage verbunden.

Die Leistung von Speicherkraftwerk als auch Pumpspeicherkraftwerk stehen innerhalb von wenigen Minuten bei Bedarf zur Verfügung. Diese beiden Varianten sind außerdem flexibel in einem weiten Bereich regelbar. Kommt es zum Ausfall von Stromerzeugern springen diese Kraftwerke ein und könnten somit eine kurzfristige Überbrückung herstellen.

Informationen rund um das Thema Solarenergie

Solarenergie, welche auch als Sonnenenergie bezeichnet werden kann, ist definiert als die Energie der Sonnenstrahlung. In Form von elektrischem Strom, Wärme oder chemischer Energie kann diese technisch genutzt werden. Bei der Sonnenstrahlung handelt es sich um eine elektromagnetische Strahlenart, welche auf Kernfusionsprozesse aus dem Sonneninneren zurückgeht.

Die auf die Erde treffende Sonnenstrahlung ist seit jeher annähernd konstant. Die Energiemenge, welche letztendlich auf der Erdoberfläche ankommt ist mehr als fünftausend Mal größer als der menschliche Energiebedarf. Jedoch wird die gesamte Sonnenenergie als Wärmestrahlung zurück an den Weltraum gegeben.

Der größte Teil der Sonnenenergie dient der Erderwärmung, um das allgemeine biologische Leben zu ermöglichen. Sie ist außerdem verantwortlich für Druckunterschiede in der Luft, welche schlussendlich zu Wind führt. Des Weiteren wird der Wasserkreislauf durch die Energie der Sonne angetrieben.

Vor einigen Jahren entwickelte man Techniken, um sich die Sonnenenergie zu Nutze zu machen – die Solartechnik. Diese lässt sich in verschiedene Arten untergliedern. Zunächst sind die Sonnenkollektoren zu nennen, welche Wärme aus der Sonnenstrahlung beziehen. Dies nennt man auch Photothermik. Außerdem existieren die Solarzellen, welche elektrischen Gleichstrom „herstellen“. Diese Abart heißt Photovoltaik. Als weitere Nutztechnik gibt es noch die Sonnenwärmekraftwerke. Diese erzeugen elektrischen Strom durch Wärme und Wasserdampf. In sogenannten Solarkochern oder Solaröfen werden Speisen erhitzt oder medizinisches Material für die weitere Benutzung sterilisiert.
Eine indirekte Nutzung ist auch möglich. So spielt Sonnenenergie eine Rolle bei der Biogasherstellung, bei Wind- und Wasserkraftwerken zur Erzeugung von elektrischem Strom und passiv bei der Aufwärmung von Häusern für eine bessere Energiebilanz.

Da die solare Einstrahlung tages- und jahreszeitlichen Schwankungen unterliegt, ist eine Speicherung zur Energieversorgungssicherheit unabdingbar. Hierfür wurden in den letzten Jahren einige Nutzvarianten entwickelt.
In Solargasanlagen beispielsweise erfolgt die Umwandlung von Sonnenenergie in synthetisches Erdgas. Thermische Solaranlagen sind in der Lage Wärme zu Speichern und diese vor allem im Sommer für Warmwasser und zur Heizung bei Schlechtwetterperioden bereit zu stellen. Leider sind die stark gefragten Langzeitspeicher noch sehr teuer. Des Weiteren gibt es solarthermische, elektrische Kraftwerke. In diesem wird Sonnenstrahlung durch einen Spiegel gebündelt, um damit Flüssigkeiten zu verdampfen, welche wiederum Dampfturbinen antreiben sollen. Über diesen Weg wird Strom gewonnen. Über Wärmespeicher können kurzfristige Bedarfsschwankungen ausgeglichen beziehungsweise auch nachts die Turbinen betrieben werden.

Sonnenenergie birgt ein großes Potential zur alternativen Energiebeschaffung. So ergaben satellitengestütze Studien, dass mit weniger der als 0,3 Prozent unter anderem afrikanischer Wüstengebiete mit Hilfe von Thermischen Solarkraftwerken genügend Energie als auch Wasser erzeugt werden kann, um Europa, Nordafrika und den Nahen Osten zu versorgen.

Waschmaschine und Trockner

Da augenblicklich verstärkt die Frage diskutiert wird, ob niedrige Waschtemperaturen die
Vermehrung von Bakterien und Viren fördern, möchten wir darauf hinweisen, dass die von uns
zusammengestellten Vorschläge lediglich als solche zu betrachten sind. Sparmaßnahmen sollten nie
zulasten der Gesundheit gehen, darum muss jeder für sich selbst entscheiden, wie er zu diesem
Thema steht. Alle weiteren Empfehlungen können Sie getrost für sich übernehmen.

Waschmaschine

Falls Sie darüber nachdenken, sich ein neues Gerät anzuschaffen, sollten Sie den Kauf einer
Maschine in Betracht ziehen, die bereits über die Option einer Warmwasserzufuhr verfügt. So
entfällt das Aufheizen innerhalb des Waschvorgangs und das reduziert den Energiebedarf.
Darüber hinaus gilt es auf den Stromverbrauch zu achten sowie auf die maximale Befüllmenge.
Letztere sollten Sie stets auch in vollem Umfang nutzen. Ebenso wie eventuelle Sparprogramme und
das Waschen bei Niedrigtemperaturen. Wenig ratsam ist eine Vorwäsche. Bei hartnäckigen Flecken
erzielen Sie mit einem stärkeren Waschprogramm das gleiche Ergebnis – und das bei deutlich
gesenktem Verbrauch. Gehen Sie außerdem sparsam mit dem Waschmittel um. Meist genügen
bereits kleinere Mengen, als auf der Verpackung empfohlen werden. Dadurch verkürzt sich die Zeit,
die die Maschine zum Ausspülen braucht.

Trockner

Dass es am sinnvollsten wäre, die Wäsche an der Luft trocknen zu lassen ist zwar richtig, doch steht
diese Alternative meist nicht zur Debatte. Wer von uns verzichtet schon freiwillig auf den Komfort
kuschelweicher Handtücher?!
Darum wollen wir uns auf Tipps beschränken, die keinen derart radikalen Einschnitt in unseren
Alltag darstellen. Den Trockner wie die Waschmaschine nicht bei jeder Kleinigkeit anzuschalten,
sondern ihn möglichst immer vollzumachen, kann schon ein guter Anfang sein. Reinigen Sie
außerdem in regelmäßigen Abständen das Sieb. Flusen sind der erklärte Feind des Trockners und verringern seine Leistungsfähigkeit ­ was die Trockenzeit empfindlich verlängert. Versuchen Sie
zudem immer das kürzeste Programm zu verwenden. Hat die Kleidung bereits einen Schleudergang
in der Waschmaschine hinter sich, müssen Sie z. B. nicht auf höchster Stufe arbeiten. Oder wählen
Sie statt „extratrocken“ die Option „bügeltrocken“ und hängen Sie die Wäsche danach noch eine
Weile auf.

Waschbecken, Dusche und Toilette

Da wir uns jeden Tag in unserem Badezimmer aufhalten, lässt sich dort erfahrungsgemäß am
einschneidendsten und schnellsten ein Effekt erzielen. Am einfachsten natürlich damit, dass wir
jedes Mal, wenn wir kein Wasser mehr benötigen, den Hahn zudrehen. Aber es gibt noch weitere
Tricks und Kniffe, mit denen sich der Stand des Zählers nach unten schrauben lässt.

Wie kann ich Wasser sparen?

  • Einhebel­Mischbatterien verbrauchen weit weniger Wasser, um die perfekte Temperatur zu
    erreichen, als solche Armaturen, die über eigene Regler für Kalt­ und Warmwasser arbeiten.
  • Senken Sie (z.B. im Gäste­WC) den Wasserdruck am Waschbecken. Für kurzes Händewaschen
    genügt ein mittlerer Druck allemal.
  • Prüfen Sie regelmäßig, ob der Perlator verkalkt oder anderweitig verschmutzt ist.
  • Sparregler, die man nachträglich in die Armatur des Waschbeckens einbauen kann, erhöhen das
    Verhältnis der Luft im Wasser und reduzieren so den Verbrauch. Was meist den nicht zu
    verachtenden Nebeneffekt besitzt, dass der Wasserstrahl als erheblich weicher wahrgenommen wird.
  • Verwenden Sie ein Glas oder einen Becher zum Zähneputzen, anstatt das Wasser laufen zu
    lassen.
  • Ein Bad verbraucht durchschnittlich dreimal so viel Wasser und Energie wie eine Dusche. Verzichten Sie also möglichst auf zu häufige Schaumbäder.
  • Verbauen Sie einen Durchflussbegrenzer zwischen Duschkopf und Schlauch, um zusätzlich
    Wasser zu sparen.
  • Spülungen mit Sparfunktion oder spezieller Stopp­Taste regulieren den Wasserzulauf in die
    Toilette.