Strom und Gas

Den meisten Verbrauchern ist durchaus bewusst, dass sie nicht den günstigsten Tarif haben, jedoch
scheuen viele davor zurück den Anbieter zu wechseln. Da wenige große Konzerne den Markt
dominieren, entsteht oft der Eindruck, dass die Auswahl sich auf eine Handvoll solcher Firmen
beschränke. Oder – das wäre die andere Seite der Medaille – die Vielzahl an Kleinunternehmen mit
ihren insgesamt über tausend verschiedenen Tarifen führen zu Verwirrung und Resignation.
Darüber hinaus rechnen manche Abnehmer mit nicht einkalkulierbaren Konsequenzen oder fürchten
sich vor dem scheinbar riesigen Aufwand, den ein Wechsel eventuell mit sich bringt. Diese
Stolpersteine gilt es aus dem Weg zu schaffen, denn besonders die Wahl des richtigen Anbieters
kann sich als entscheidend erweisen, die eigenen Kosten auf einen Schlag enorm zu senken.

Konsequenzen?

Die vorrangige Sorge betrifft meist die Phase zwischen der Kündigung des bisherigen Lieferanten
und dem endgültigen Wechsel zum neuen Anbieter. Hier hegen viele Kunden die Befürchtung, dass
die Stromversorgung bei Komplikationen gänzlich ausbleiben könnte. Diese ist allerdings unnötig,
denn der Grundversorger bleibt verpflichtet, Ihnen in diesem Fall ungebrochen Zugang zum Netz zu
gewähren.

Aufwand?

Überwiegend erfolgt ein Wechsel von Strom­ und Gasanbieter völlig unkompliziert und kann sogar
bequem über das Internet getätigt werden. Sie können sich dort unverbindlich ein Angebot erstellen, sich Broschüren zuschicken und den Vertrag vorbereiten lassen, der Ihnen anschließend nach Hause
geschickt wird.
Um die Kündigung Ihres alten Vertrages müssen Sie sich außerdem in der Regel nicht selbst den
Kopf zerbrechen. Die Mehrzahl der Unternehmen übernimmt dies nach Auftragserteilung für Sie –
quasi als Serviceleistung. Auch bedarf es keiner Umbauten oder eines Zähleraustauschs. Solange Ihr
Strom­ und Heizsystem keine Defekte aufweist, können Sie alles wie bisher belassen.

Wie entscheide ich mich für den richtigen Anbieter?

Wer für Sie den idealen Anbieter darstellt, wird sich erst zeigen, wenn Sie möglichst viele Tarife
miteinander verglichen haben. Denn dies hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab, die nur in
ihrer jeweiligen Kombination zum Tragen kommen. Dabei sollten Sie Folgendes beachten:

Sie müssen bevor Sie sich ernsthaft informieren unbedingt Ihren tatsächlichen Jahresverbrauch
kennen, um das beste Angebot heraus zu filtern.

Es gibt verschiedene Arten von Strom zu beziehen: normaler Strom, Ökostrom (z. B. Aus Wind­
oder Wasserkraftanlagen) und Mischstrom als Kombination aus normalem und Ökostrom.

Einige Tarife von Strom­ und Gasanbietern sind regional beschränkt oder weichen je nach Gebiet
teilweise deutlich voneinander ab.

Auf den ersten Blick nicht ganz so günstige Tarife können zwar separat betrachtet unattraktiv
erscheinen, sich aber als Kombiangebot durchaus für Sie lohnen.

Nutzen Sie zur Entscheidungsfindung unseren Stromtarifrechner, unseren Gas Tarif Rechner oder die Erfahrungswerte unabhängiger Verbraucherplattformen
im Internet.

Richtiges Heizen

Je nach Haushalt beträgt die beim Heizen verwendete Energie ungefähr drei Viertel des
Gesamtverbrauchs. Damit eröffnen sich an dieser Stelle rein rechnerisch die größten
Sparmöglichkeiten. Ein günstiger Anbieter beziehungsweise Tarif ist dazu der erste Schritt, aber Sie können auch ganz persönlich dazu beitragen, Ihre Kosten zu senken.

Die perfekte Temperatur

Selbstverständlich sollen Sie sich in Ihren vier Wänden wohlfühlen, darum hängt dieser Punkt stark
von Ihren individuellen Bedürfnissen ab. Allerdings können Sie einiges tun, ohne Ihren Komfort
einschränken oder sich im Winter in drei Lagen Decken hüllen zu müssen.
Schalten Sie die Heizung in Räumen, die Sie selten während des Tages aufsuchen, auf eine
minimale Stufe oder gleich ganz aus. Schließen Sie sämtliche Türen zu Badezimmer, Keller oder
anderen Bereichen, die Kälte und Feuchtigkeit abstrahlen und dadurch die Gesamtwärme
beeinflussen.

Senken Sie über Nacht die Temperatur um einige Prozent und versuchen Sie sich ansonsten im
Bereich zwischen 18 bis 20 Grad zu bewegen. Um dies zu erleichtern, bieten sich Systeme zur
automatischen Regulierung an, die über eine Zeitschaltuhr die Heizleistung anpassen.
Gänzlich vermeiden sollten Sie allzu extreme Schwankungen. Eine konstant mittlere Temperatur
verbrennt weniger Energie als das Abschalten und anschließende Hochdrehen der Heizung auf die
maximale Stufe.

Der Heizkörper

Er sollte stets frei stehen ­ das heißt, nicht von Möbelstücken verdeckt sein – um keine
Hitzestauungen zu produzieren. Durch solche Blockaden (zu denen auch Vorhänge oder dergleichen
zählen) kann sich die Wärme nämlich nicht gleichmäßig im Raum verteilen und das führt zu kühleren Zonen. Deshalb wäre es auch empfehlenswert, eventuelle Lamellen im Inneren ab und an
gründlich mit einem Staubwedel zu reinigen, um eine gute Zirkulation zu gewährleisten. Natürlich
sollten Sie den Heizkörper zudem nicht mit nassen Handtüchern oder Ähnlichem abdecken.

Lüften

Bevor Sie lüften, sollten Sie die Heizung immer abstellen. Selbst bei kurzen Perioden, in denen Sie
das Fenster lediglich kippen, entweicht sonst viel Wärme. Der zweite Nachteil besteht darin, dass
die Heizungsluft eine Art Barriere bildet und dadurch weniger Sauerstoff ins Zimmer gelangt.
Davon abgesehen hat es sich ohnehin als erheblich effektiver erwiesen, für etwa fünf Minuten das
Fenster (besser noch alle Fenster der Wohnung zeitgleich) komplett zu öffnen und nicht über längere
Zeit zu kippen. Dadurch wird der Sauerstoffgehalt rasch angehoben, Wände und Zimmer kühlen
aber nicht aus.

Kühlschrank und Gefrierschrank

Je weniger Lebensmittel im Kühlschrank lagern, desto weniger Energie wird verbraucht?
Falsch! Gerade größere Leerflächen fördern den Stromverbrauch. Wie dieses Missverständnis schön
illustriert, existieren so manche Irrtümer, die sich zwar logisch anhören, sich in der Praxis aber
schnell ins Gegenteil verkehren.

Kühlschrank

Je niedriger die Außentemperatur des Kühlschranks liegt, desto mehr Strom können Sie sparen.
Achten Sie folglich darauf, dass Sie einen Standort wählen, der sich weder in der Nähe
wärmeabgebender Geräte (z. B. Backofen, Geschirrspüler oder Heizung) noch in direkter
Sonneneinstrahlung befindet. Des Weiteren muss ein gewisser Abstand zur Wand vorhanden sein,
damit die Abluft nicht blockiert wird. Auch die richtige Temperatur kann dabei helfen, den
Energieverbrauch zu senken
. 7 Grad sind optimal, um Lebensmittel lange frisch zu halten. Kälter
muss es im Inneren gar nicht sein. Kontrollieren Sie zudem hin und wieder, ob die Dichtung den
Kühlschrank richtig abschließt (es sollte bei abgedunkeltem Zimmer kein Licht zu sehen sein) und
füllen Sie unbenutzte Fächer mit Kartonagen oder dergleichen aus. Lassen Sie außerdem jedes
Essen, das sie dort aufbewahren wollen, zunächst an der Luft ein wenig abkühlen. Und versuchen
Sie, die Öffnungszeiten möglichst kurz zu halten.

Gefrierschrank

Insgesamt sind Gefriertruhen im Vergleich zu Gefrierschränken erheblich effizienter. Bei einer
neuen Anschaffung sollten Sie also überlegen, sich eventuell für Ersteres zu entscheiden.
Für beide gilt – ähnlich wie beim Kühlschrank – warme Standorte mit Sonnenlicht oder sich
erhitzenden Küchengeräten beziehungsweise Heizungen zu meiden. Im Idealfall beträgt die
Temperatur ungefähr minus 18 Grad. Rasches Öffnen und Schließen sollte auch hier die Regel sein,
damit sich die Kälte im Inneren hält. Und denken Sie daran, das Gerät regelmäßig abzutauen, falls
es nicht über eine automatische Funktion verfügt.

Herd, Backofen und Mikrowelle

In der Küche Energie sparen, ohne Geschmack oder Nährwerte einzubüßen? Ja, das funktioniert.
Jedoch möchten wir Ihnen an dieser Stelle nicht raten, Ihr Gemüse nur noch zu dünsten. Sicherlich
spart dies Kosten, ist aber nicht jedermanns Sache. Hier geht es eher um handfestere Tipps wie den
Rat, Speisen vorher bei Zimmertemperatur auftauen zu lassen und vielleicht auf die eine oder
andere stromfressende Maschine zu verzichten.

Herd

Schon bei der Auswahl von Pfannen und Töpfen kann man seinen Energiebedarf positiv
beeinflussen. So sollte das Kochgeschirr die Herdplatte möglichst komplett bedecken. Auch die
Wärmeleitfähigkeit des Bodens hat Einfluss auf die Menge an Hitze, die sich ungenutzt in die Luft
verflüchtigt. Allgemein ist es immer sinnvoll bei geschlossenem Deckel zu kochen, da sich dadurch
die Garzeit erheblich verkürzt. Arbeiten Sie außerdem nicht mit einem Induktionsherd, bei dem sich
die Platten automatisch abkühlen, können Sie durch  effektive Wärmenutzung Kosten einsparen.
Wenn Sie das Gerät etwa 5 Minuten vor dem angegebenen Garpunkt abschalten, hält sich die
Temperatur über diese Spanne dennoch relativ konstant und Ihre Speisen werden garantiert fertig

Backofen

Im direkten Vergleich schneidet der Elektroherd gegenüber dem Gasherd besser ab und der
Umluftherd gegenüber dem herkömmlichen Elektroherd. Aber auch ohne die Anschaffung eines
neuen Geräts lässt sich durch die richtige Handhabung einiges an Kosten einsparen.
Ersetzt man das Vorheizen beispielsweise durch eine um fünf Minuten längere Garzeit, erhält man
zwar das gleiche Ergebnis, reduziert allerdings den Energieverbrauch. Gleiches gilt für das
Abschalten des Ofens: Zehn Minuten vor Ablauf der Backzeit dürfte dabei optimal sein, um
genügend Restwärme zu speichern.

Mikrowelle

Über das Zubereiten von Gerichten mithilfe dieses Gerätes wird ja gerne und ausschweifend
diskutiert. Tatsache ist, dass man durch ihren Einsatz speziell bei kleinen Mengen Energie einspart.
Darüber hinaus empfiehlt sich die Verwendung der Mikrowelle zum raschen Auftauen größerer
Portionen, wodurch sich die spätere Kochzeit erheblich reduziert.

Elektrogeräte

Wie bereits an früherer Stelle angesprochen, sollten Sie bei Neuanschaffungen stets auf die vom
Hersteller angegebene Effizienzklasse  Wert legen. Aber auch danach oder wenn Sie nicht ganz so
moderne Geräte verwenden, können Sie durch einen umsichtigen Gebrauch viel zur Kostenersparnis
beitragen.

Abstand nehmen vom Stand­by­Modus

Fernseher, Computer und vergleichbare Elektrogeräte längerfristig im Stand­by­Modus zu „parken“
mag zwar praktisch sein, aber in keinem Fall energiesparend. Befinden sie sich nicht in Betrieb,
sollten Sie alle nicht benötigten Geräte vom Stromnetz trennen – das gilt gerade über Nacht. Auf das
Jahr umgerechnet können Sie auf diese Weise leicht zwischen 80 und 100 Euro sparen. Darüber
hinaus schonen Sie quasi nebenbei Ihr technisches Equipment und vermindern das Risiko eines
Kabelbrandes oder ähnlicher Defekte. Recht einfach lässt sich dies zum Beispiel über eine
Steckleiste mit zentralem Ein­ und Ausschaltknopf realisieren.

Überlegte Anschaffungen tätigen

Achten Sie beim Neukauf von Elektrogeräten immer auf den im Handbuch angegebenen
Stromverbrauch (nicht gleichzusetzen mit der Effizienzklasse!). Auch wenn sich die meisten
Fernseher, Computer und Musikanlagen mittlerweile auf höchstem technischen Stand befinden und
keine riesigen Unterschiede mehr aufweisen, können die Werte doch spürbar
variieren.

Werden Sie sich zudem klar darüber, für welchen Zweck Sie das Gerät anschaffen und welche
Voraussetzungen es erfüllen sollte. Denn auch mit der Größe eines Fernsehers oder der Art des
Computers (Laptops sind z.B. energiesparender als PCs) können Sie Ihre späteren Ausgaben positiv
beeinflussen.

Verwenden Sie außerdem wo möglich Akkus statt Einwegbatterien. Damit tun Sie sowohl der
Umwelt als auch Ihrem Geldbeutel einen Gefallen. Und trennen Sie Ladegeräte stets vom Netz,
sobald Sie die Aufladung abgeschlossen haben, damit kein weiterer Strom durch das Kabel fließt.
Das gilt übrigens auch für die Netzteile von Handy, Laptop & Co., wenn diese nicht länger
angeschlossen sind.

Beleuchtung

Die Lichtquellen der Wohnung machen zusammengenommen ungefähr zwei Prozent des Energieverbrauchs aus. Das mag anfangs wenig erscheinen, aber trotzdem summieren sich auch kleine Beträge am Ende und man sollte diesen Bereich deshalb nicht vernachlässigen.

Energiesparlampen

Da nach Euroichtlinien ohnehin keine herkömmlichen Glühbirnen mehr im Handel erhältlich sind, erübrigt sich damit fast die Empfehlung, auf Energiesparlampen umzurüsten. Es sei denn, Sie gehören zu denjenigen, die sich bei Zeiten einen kleinen Vorrat angeschafft haben. Allerdings sind Energiesparlampen nicht allein aus Umweltschutzgründen überlegen, sondern bieten auch eine Menge Sparpotenzial. Zwar sind Sie in der Anschaffung ein wenig teurer, gleichen dies jedoch durch eine längere Lebensdauer und niedrigeren Stromverbrauch aus. Zum Vergleich: Die gewöhnliche Glühbirne, die eine Haltbarkeit von ca. einem Jahr besitzt, verbraucht etwa fünfmal so viel Energie wie eine Energiesparlampe, die Ihrerseits eine Haltbarkeit von rund 10 bis 15 Jahren besitzt. Insgesamt kann so hochgerechnet auf 10.000 Stunden gut ein Drittel der laufenden Kosten eingespart werden.

LEDs

Der einzige Nachteil der Energiesparlampen besteht in der sogenannten „Aufwärmphase“ sprich der Zeit, die die Lampe benötigt, um ihre volle Leistung zu entwickeln. Das kann manchmal als störend oder unpraktisch empfunden werden. An Stellen des Hauses, an denen auf Knopfdruck maximale Helligkeit unerlässlich ist, empfiehlt sich deshalb ein Ausweichen auf LED-Lampen. Diese sind in der Anschaffung deutlich teurer als Energiesparlampen, weisen dafür aber auch einen niedrigeren Stromverbrauch auf. Wertabhängige Wirkung Entgegen hartnäckigen Vorurteilen produzieren weder Energiesparlampen noch LED-Lampen eine extrem künstliche und kalte Beleuchtung. Je nach gewähltem Lichtspektrum kann man sie den individuellen Bedürfnissen optimal anpassen. Werte zwischen 5.000 und 7.000 Kelvin (K) liegen im Tageslichtbereich und wirken dadurch sehr natürlich. Werte um 2.000 bis 3.000K liefern eher gedämpftes und relativ warmes Licht.

Dimmen

Ein Dimmer eignet sich überall dort als zusätzliches Mittel, den Stromverbrauch von Lampen einzuschränken, wo nicht durchgängig die hellste Beleuchtungsstufe von Nöten ist. Achten Sie allerdings darauf, dass das entsprechende Produkt auch für diesen Einsatz geeignet ist. Allgemein sollten Sie auf eine möglichst hohe Qualität achten. Jeder Euro, den Sie beim Kauf ? Erstklassiger Lampen mehr ausgeben, werden Sie zwei und dreifach durch eine bessere Lebensdauer wieder hereinholen.

10 Tipps & Tricks um im eigenen Haushalt Strom zu sparen

Gerade beim Strom sparen wird einem bewusst, was Kleinigkeiten in der Verhaltensweise ausmachen können. Ein großer Stromfresser ist wohl der Standby-Betrieb vieler elektrischer Geräte. Oftmals aus Faulheit werden Fernseher und Co. in den Schlafzustand versetzt, damit sie so schnell wie möglich wieder zur Verfügung stehen. Jedoch wird der oftmals lange latente Stromverbrauch unserem Konto gutgeschrieben und schlägt dann am Ende des Jahres zur Rechnungsstellung negativ zu Buche. Damit wird das Abschalten des Standby-Betriebes zum Punkt eins dieser Energiesparreihe.

Als zweites ist etwas zu nennen, dass wohl alle Eltern schon in der Kindheit gepredigt haben. Das Licht sollte immer nur in den Zimmern angeschaltet werden, in denen es auch wirklich gebraucht wird. Niemand braucht eine Festtagsbeleuchtung – weder im ganzen Haus noch in der gesamten Wohnung.

Hand in Hand mit Punkt zwei läuft die Nummer drei in der Stromsparliste. So teuer sie auch in der Anschaffung sind, umso mehr rentieren sie sich in der Stromendabrechnung – die Energiesparlampen. Sie verbrauchen nachweislich weniger Strom und liefern mittlerweile ebenso schönes Licht wie die herkömmliche Glühbirne. Gerade bei der Nutzung von Energiesparlampen in Räumen in denen man sich oft aufhält wird man den Unterschied am Ende merken.

Wenn der Wohnraum es hergibt, sollte man für Tipp vier gleich anfangen Möbel zu rücken. Stellt man den Schreibtisch direkt ans Fenster, so kann man den Strom für die Arbeitslampe sparen. Selbst im Winter erhält man so einige Stunden kostengünstiger bei gleichzeitig angenehmem Tageslicht.

Wichtig, aber auch simpel, ist Trick Nummer fünf. Man sollte Kühlschränke nicht zu voll packen und damit einhergehend vermeiden die kälteste Kühlstufe einzustellen, denn diese frisst jede Menge Strom. Stundenlanges Starren in den offenen Kühlschrank sollte von nun an auch Tabu sein. Er sollte nur so kurz wie möglich offen stehen, um das Innere nicht allzu sehr hoch zu heizen. Denn dies führt wiederum zu vermehrter Kühlarbeit und damit den eigentlich zu vermeidenden Stromverbrauch.

Falls eine Spülmaschine im Haushalt vorhanden sein sollte, ist es sinnvoll denn Punkt sechs zu beachten. Man sollte das Gerät immer nur dann zum Reinigen einschalten, wenn es wirklich voll genug ist. Jeder Extraspülgang verbraucht unnötige Energie, die man durch etwas Disziplin einsparen kann.

Auch das Gerät aus Tipp Nummer sieben sollte immer so voll wie möglich benutzt werden – die Waschmaschine. Es lohnt sich die dreckige Wäsche zu sammeln, bis sie eine ordentliche Trommel ergibt. Denn mal ehrlich, eigentlich ist trotz des vollen Wäschekorbs immer noch genügend Kleidung vorhanden und so bekommt der eine oder andere Pullover mal wieder die Chance heraus zu kommen aus dem Schrank.

Eine ganz simple Verhaltensweise ist der Trick acht. Wenn man nicht gerade stolzer Besitzer eines Induktionskochherdes ist, kann man viel Strom beim Wasserkochen sparen, wenn man vorher das benötigte Wasser in einem Wasserkocher erhitzt. Letzterer arbeitet meist auf einem sparsameren Energieniveau, welches sich positiv auf die Stromrechnung auswirkt. Schon bei kleinen Portionen wird man den Unterschied merken. Wirklich „Klick“ wird es beim Kochen von Nudeln machen, denn diese werden plötzlich viel schneller all dente.

Als vorletzten Tipp, gibt es diesen: man kann zum Stromsparen auf das Vorheizen des Backofens verzichten, obwohl diese Maßnahme in den meisten Rezepten und Anleitungen steht. Moderne Backöfen heizen heutzutage sowieso sehr schnell hoch ohne einen Vorlauf von einigen Minuten. Der Kuchen wird genauso gut, nur der Geldbeutel wird ohne Vorheizen praller.

Im letzten Punkt wird der Energieschluckspecht Nummer eins zum Stromsparer gemacht. Der Laptop ist ein Alltagsgegenstand, welcher möglichst schnell bereit stehen soll. Jedoch führt der bereits im Punkt eins erwähnte Tipp – das Vermeiden des Standby-Betriebs beziehungsweise des Ruhezustandes, auch beim Notebook schnell zum Ziel. Man sollte stets das Gerät herunterfahren, um nicht eine böse Überraschung in Form der Stromrechnung zu erhalten.

Wärmepumpen

Der Außenluft, dem Erdreich, der Abwärme oder aber dem Grundwasser, enzieht eine Wärmepumpe Wärme, diese sie dann in das angeschlossene Heizsystem weitergibt. Damit ist die Wärmepumpe perfekt für den Einsatz zum Energiesparenden Heizen, sowie zum Energiesparenden Warmwasser-Zubereiter einzusetzen.

Der Laie kann sich eine Wärmepumpe wie einen Kühlschrank vorstellen, Energie wird auf der einen Seite entzogen um eben diese auf der anderen Seite wieder frei zu geben. Nutzt man eine Wärmepumpe in Verbindung mit Photovoltaik Anlagen, so ergibt sich die fast perfekte regenerativen Energiequellen.

Drei Arten von Wärmepumpen gilt es zu Unterscheiden, denn nicht jeder Hausbesitzer kann auch jede Wärmepumpe verwenden.

Die Wasser/Wasser Wärmepumpe, diese bezieht ihre benötigte Energie aus dem Grundwasser und wandelte diese in Heizwärme um. Hierbei muss natürlich das Grundwasser für die Wärmepumpe auch erreichbar sein, des weiteren muss der Hausbesitzer einen Antrag bei seinem zuständigen Wasserwirtschaftsamt stellen. Ist dies geschafft und das Grundwasser gut und erreichbar, steht dem Einsatz nichts mehr im Weg. Die Wasser/Wasser Wärmepumpe erzielt in der Regel die besten Werte, ist aber auch die teuerste Variante.

Die Sole/Wasser Wärmepumpe geht anders vor, hier wird das Erdreich, bzw. die dort lagernde Wärme, verwendet. In 1-2 Metern tiefe, wird die Wärmepumpe, bzw. der nötige Erdkollektor, ähnlich wie eine Heizungsanlage installiert. Eine Alternative zum Erdkollektor stellt die Erdsonde dar, diese gilt als Platzsparende Variante welche tief in den Boden reicht. Bei Neubauten ist die Sole/Wasser Wärmepumpe die derzeit gebräuchlichste.

Die Luft/Wassser Wärmepumpe hingegen, gebraucht die Außenluft als Energie/Wärmequelle. Selbst bei Minusgrade entzieht die Wärmepumpe der Außenluft noch Energie. Die Luft/Wasserwärmepumpe wird gern eingesetzt da sie die Preisgünstigste der Wärmepumpen ist, allerdings auch die mit dem schlechtesten Leitzahlen. Dennoch, im Preis-Leistungsverhältnis ist die Luft/Wasser Wärmepumpe am effektiuvsten.

Wasser sparen mit Regenwassertanks

Wasser ist die wertvollste Ressource auf der Erde. Obwohl rund 70 Prozent des Planeten mit Wasser bedeckt sind, herrscht gerade in den afrikanischen Länder massiver Wassermangel. Das meiste des kostbaren Nass wird von den westlichen Industriestaaten verbraucht und dort meist in der Landwirtschaft eingesetzt. Wer seinen Garten umweltbewusst betreiben will, kann auf Regenwassertanks zurückgreifen, die es erlauben, Regenwasser zu sammeln und zu nutzen, ohne die kostbaren Grund- oder Leitungswasserkapazitäten zu verbrauchen.

Wasser sparen mit Regenwassertanks – wie geht das?

Einen Regenwassertank, auch Zisterne oder Regenspeicher genannt, finden Sie in jedem gut sortierten Baumarkt. Vor dem Kauf lohnt sich ein Vergleich, denn nicht alle Regentanks sind gleich gut geeignet für Ihre Bedürfnisse. Zuerst muss über die Kapazität entschieden werden. Von 400 Liter Speichervermögen für den normalen Gartenbedarf bis zu über 100.000 Litern für Industrie- oder Plantagenbetrieb findet sich alles auf dem Markt. Auch nach der Entscheidung über das Volumen steht noch eine Frage an: Regenwassertank ist nicht gleich Regenwassertank. Es gibt über- und unterirdische, liegende, stehende, Wasserentnahme per Hahn und per Pumpe. Je nach Bedürfnissen, Platz und Preisvorstellung des Kunden muss das richtige Modell ausgesucht werden. Lassen Sie sich am besten beraten, damit Fehlkäufe und Enttäuschungen vermieden werden können.

Der Regenwassertank sollte an einer geeigneten Stelle installiert werden. Er sollte möglichst frei stehen, ohne Bäume oder Gebäudeteile darüber. Überirdische, kleine Modelle eignen sich gut als Abschluss eines Dachrinnenabflusses an der Wand eines Gebäudes. Bedenken Sie bei unterirdischen Modellen wie Sie die Fläche über dem Tank nutzen und wo der Pumpenanschluss gebaut werden soll. Ist das Modell und der Ort gefunden, muss der Regenwassertank nach Anleitung installiert und eventuell angeschlossen werden. Gerade für das Eingraben einer unterirdischen Zisterne sollten sie viel Zeit einplanen, das Aufstellen eines überirdischen Tanks dagegen nimmt kaum Zeit in Anspruch. Eventuell sollten Sie Hilfe zu Rate ziehen.

Wie viel Wasser kann man sparen?

Wie viel Wasser ein Regentank spart, hängt stark von dem Modell und der Region ab. In einer regenarmen Region kann natürlich kaum Wasser gespart werden, dagegen kommt in einer niederschlagsreicheren Region schon viel Wasser zusammen. Außerdem passt natürlich in die kleineren Tanks weniger Wasser. Regnet es mehr, kann der Tank eventuell sogar überlaufen und letztendlich dem eigentlichen Ziel entgegenwirken. Deshalb ist es wichtig, sich für genau die richtige Größe Tank zu entscheiden. Die Deutschen verbrauchen im Schnitt 130 Liter Wasser pro Tag und Person – das meiste davon wird für Toilettenspülung, Waschmaschine und Gartenbetrieb genutzt. Mit einem Regenwassertank lassen sich 50 Prozent des Verbrauches senken.

Wofür kann man das Wasser nutzen?

Natürlich lässt sich Wasser aus Regenwassertanks zu allererst gut für die Gartenarbeit benutzen, denn es enthält Nährstoffe und Mineralien und ist genauso gesund für die Pflanzen wie echter Regen. Die gebrauchte Menge Wasser kann über einen direkten Abfluss besser abgemessen werden als mit einer Pumpe. Filtert man das Wasser (manuell oder in manchen Tanks schon eingebaut), kann man es getrost für die Toilettenspülung, die Waschmaschine oder als Befüllung für den Pool nutzen. Zwar können moderne Aufbereitungsanlagen das Wasser bis auf Trinkbarkeit reinigen, es wird jedoch wegen einem Restrisiko davon abgeraten, das Wasser aus den Regentanks als Trink-, Koch- oder Duschwasser zu nutzen.

Fenster energetisch Sanieren

Über die Heizkosteneffizienz eines Hauses entscheidet allem die Wärmedämmung, also wie viel Energie die eigentlich im Haus bleiben sollte an die Umwelt verloren geht. Eindrucksvoll lässt sich das mit thermografischer Aufnahmen ermitteln, die Stellen von Gebäuden, die besonders viel Wärme abgeben, werden dabei leuchtend rot dargestellt. Die größten Schwachstellen sind dabei erfahrungsgemäß Fenster sowie die Türen, welche in der Regel dünner sind als die massive Außenwand und an denen undichte Stellen für ungeliebte Zugluft sorgen können.

Wer Wert auf geringe Heizkosten legt, sollte deswegen entsprechende Sorgfalt bei der Auswahl seiner Fenster und den entsprechenden Fensterrahmen an den Tag legen. Ein Bauherr sollte vor allem auf zwei Faktoren achten: Zum einen die Verglasung des Fensters selbst und zum anderen die Art und das Material des Rahmens. Bei denkmalgeschützten Häusern hat der Eigentümer zudem mit dem Problem zu kämpfen, das Fenster oftmals nicht verändert werden dürfen, und somit Maßanfertigungen angefertigt werden müssen.

Grundsätzlich kann man davon ausgehen: Je mehr Glasschichten zwischen dem Innen- und Außenraum liegen, umso besser die Isolation. Dreifachverglasungen sind heute in Passivhäusern und Neubauten bereits durchaus üblich, ob sich der Kauf auch bei einer Renovierung lohnt, muss man im Einzelfall entscheiden.

Der Rahmen hingegen fällt preislich weniger ins Gewicht. Hier kann man deswegen auch bei einer Renovierung den Umstieg auf Holzfenster in Betracht ziehen. Denn die sind zwar pflegeintensiver als Kunststoffrahmen, allerdings auch in Sachen Wärmedämmung überlegen, weswegen Holzfenster bevorzugt beim Bau von Passivhäusern Verwendung finden. Die ästhetischen Eigenschaften von Holzfenstern sind da nur ein zusätzlicher Vorteil.

Nachteile von Holzfenstern sind der bereits erwähnte höhere Wartungsaufwand im Vergleich zu Kunststofffenstern sowie der (geringfügig) höhere Preis. Wer beides verschmerzen kann, sollte aber im Hinblick auf geringere Heizkosten und höhere Energieeffizienz zur Holzvariante kaufen.